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Lillith
Kaltnadelradierung
14,8 x 20,8 cm
2008

Das Haus und seine Geschichte

Das Vorwerk oder Nebengut Klein Jasedow gehörte Jahrhunderte lang zum Rittergut Vorwerk. Der Ort liegt etwa zwei Kilometer nodwestlich von Lassan. Bereits 1669 gehörte die Pertinenz Klein Jasedow ausdrücklich zu diesem Gut.
Der Ortsname Jasedow ist slawischen Ursrungs und bedeutet soviel wie „Esche“ oder „Eschenort“. 1865 zählte der Ort 52 Einwohner in sieben Wohngebäuden.
Das Gutshaus ist ein neunachsiger Fachwerkbau, eingeschossig, mit je einem Zwerchhaus auf der Vorder-und Rückseite im Krüppelwalmdach. Das Gebäude wird in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts datiert. Der schlichte Bau hebt sich durch die großzügige Befensterung der Eingangsfassade von den einfachen Bauernhäusern ab.

Zu den Besitzern von Klein Jasedow gehörten Oberst Alexander von Weißenstein, Johann Gottfried von Quistorp, Herr Hennings, Familie von Pressentin, Bernhard Buggenhaagen, Peter Baron von Lefort.

Anfang des 20. Jahrhunderts ging Klein Jasedow in den Besitz des Barons Friedrich Wilhelm Baron von Lefort aus dem Hause Papendorf über. Dessen Sohn Joachim Peter Baron von Lefort bewirtschaftete das Gut bis zur Enteignung 1945.
Das Wohnhaus diente nach 1945 verschiedenen Flüchtlingsfamilien als Unterkunft.

Etwa von 1982 bis 1991 stand das Gebäude leer und wurde zur Materialgewinnung von anderen Dorfbewohnern genutzt.
!991 wurde das Grundstück mit dem fast abbruchreifen Haus von der Treuhand und privaten Eigentümern erworben und die vollständige Sanierung des Fachwerkhauses begann. Sämtliche Türen und Fenster sowie zahlreiche Balken des Fachwerkes mussten erneuert werden. Ehemals umfunktionierte Räume wurden zurückgebaut. Nach etwa 10 Jahren waren die wichtigsten Sanierungen abgeschlossen und neues Leben kehrte in die alten Gemäuer ein.


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